Weltklasse-Geiger live

Die 6.1 zu Gast beim „Internationalen Joseph Joachim Violinwettbewerb Hannover“

Endlich einmal unterwegs! Die Freude war den Schülerinnen und Schülern der Musikklasse 6.1 anzusehen, als sie sich am 28.09.21 auf den Weg nach Hannover machten. Konnten doch im vergangenen Schuljahr pandemiebedingt keinerlei Exkursionen durchgeführt werden.

Eingeladen hatte die Stiftung Niedersachsen im Rahmen des Projekts „Schulklassen zu Gast beim JJV“. Schulklassen aus ganz Niedersachsen hatten die Möglichkeit, eine der Vorrunden des Joseph Joachim Violinwettbewerbs (JJV) in der Hochschule für Musik, Theater und Medien Hannover zu besuchen und den Wettbewerb so aus nächster Nähe zu erleben.

Um ihren Mitschüler*innen vorab das nötige Fachwissen zu vermitteln, hatten zwei Schülerinnen die Violine bereits in einem Referat im Musikunterricht vorgestellt. Einen Eindruck davon, wie virtuos das Instrument gespielt werden kann, vermittelte ein Konzertvideo: die Caprice Nr. 24 von Paganini, gespielt von David Garrett. So vorbereitet waren alle sehr gespannt darauf, nun zwei der insgesamt 35 jungen Nachwuchstalente, die an dem Wettbewerb teilnehmen, live zu erleben.

In Hannover wurde die Schülergruppe von einer Cellostudentin in Empfang genommen und noch einmal auf die jeweils halbstündigen Wettbewerbskonzerte eingestimmt. Zwei Sonaten von Johann Sebastian Bach sowie eine Sonate von Paul Hindemith und Eugène Ysaýe standen auf dem Programm - insgesamt 60 Minuten klassische Musik für Violine solo. Das bedeutete für die überwiegend 11 Jahre jungen Konzertbesucher*innen 60 Minuten stillzusitzen und konzentriert zuzuhören - eine echte Herausforderung, auch für Schüler*innen einer Musikklasse. Den jungen Violinvirtuosinnen, einer Südkoreanerin und einer Amerikanerin, gelang es jedoch schnell, das Publikum in ihren Bann zu ziehen. „Die halbe Stunde kam mir vor wie 5 Minuten“, sagte hinterher ein Schüler. Und eine Schülerin ergänzte: „Die Musik war schön. Ich habe die Augen zugemacht.“ Beide Geigerinnen überzeugten durch große Könnerschaft und gefühlvolles Spiel, sodass man gespannt sein darf, welche der beiden von der achtköpfigen Jury wohl die bessere Bewertung erhalten und vielleicht sogar in die nächste Wettbewerbsrunde kommen wird.

Nach einer Pause im Innenhof der Musikhochschule, wo genügend Platz vorhanden war, um sich nach dem langen Stillsitzen erst einmal auszutoben, folgte noch eine Nachbesprechung des Konzerts, abgerundet durch ein Ratespiel, in dem die Schüler*innen Ihr Fachwissen rund um die Violine unter Beweis stellen konnten.

So wurde der Konzertbesuch für die jungen Gäste zu einem eindrucksvollen und durchaus altersgerechten Gesamterlebnis, ganz im Sinne der Intention des Begleitprogramms zum Violinwettbewerb, Schülern das Instrument in all seinen Facetten nahezubringen und die Faszination der klassischen Musik zu vermitteln.

Die Musikklasse 6.1 vor der Musikhochschule in Hannover

BE