Was macht man ohne digitale Endgeräte im Unterricht?

Halbtägige SchiLF: Notebook-Referenzschule stellt ihr Konzept vor 

 

Im Zuge des Digitalpaktes finden gerade große Veränderungen am Adolfinum statt bzw. werden auf ihre Vor- und Nachteile überprüft: Ausbau des W-LAN, Einführung von Notebook-Klassen ab Jahrgang 7, Einführung des digitalen Klassenbuches, der Wechsel zu I-Serv… - kurz zusammengefasst in dem unscheinbaren Begriff Digitalisierung. Dass dies längst keine höchstmoderne Neuerung mehr ist, zeigt das Johann-Beckmann-Gymnasium aus Hoya, die bereits im Jahr 2005 umgesattelt haben. Schulleiter Lutz Bittner und einige Fachlehrer des Kollegiums schilderten bei ihrem Besuch Probleme, Erfahrungen und Möglichkeiten, die die Umstellung auf digitale Medien bietet.  

Eindruck hinterlassen vor allem die konkreten Beispiele der Einbindung in den Unterricht, die vom individuellen Anschauen eines Videoausschnittes über kollaboratives Arbeiten mehrerer SchülerInnen an einem Dokument bis hin zum Erstellen von Videos in z.B. naturwissenschaftlichen Fächern bei Versuchsbeobachtungen reichen. Dies fördere vor allem auch die Kreativität, da den Lernenden häufig die Art der Präsentation freigestellt sei.

Verständlicherweise ist Skepsis vorhanden: Was, wenn das Tablet eines Schülers kaputt ist? Sind alle datenschutzrechtlichen Fragen geklärt? Und was ist mit den weniger technikaffinen Kollegen? Im Zweifel: Leben und leben lassen. Die Referenten aus Hoya betonen, dass Schüler von Abwechslung leben. Natürlich findet der Unterricht sodann nicht zu hundert Prozent vor dem Bildschirm statt – doch das ständige Vorhandensein des Bildschirms eröffnet Möglichkeiten, z.B. des schnellen Recherchierens. Nebenbei wird Papier eingespart, was die Umwelt schont. Und die Hausaufgaben liegen sicher und geschützt vor Hunden, Katzen und Mäusen in der Cloud, jederzeit abrufbar über vorhandene Handys, Tablets und Notebooks. Nie mehr vergessene Hausaufgaben, höchstens nicht gemachte…

dub 05.03.2020