Lauf gegen den Hunger

Adolfiner laufen für den Kampf gegen den Hunger in der Welt

Ob 100 oder 1 Euro für eine Runde – jeder Cent kommt Notleidenden zu Gute

Gastbeitrag von Volkmar Heuer-Strathmann

Erdbeben, Überschwemmungen, Elend und Hunger – an Anlässen für Wohltätigkeitsaktivitäten ist kein Mangel. Oft wirken die Fotos aus den entsprechenden Gebieten wie ein Hilferuf. Die Idee, im Kampf gegen die schlimmste Not die Welthungerhilfe zu unterstützen, ist, so war zu erfahren, nicht erst in diesem Schuljahr entstanden. Aber erst jetzt war es möglich, einen Impuls von Lene Hubrich unter den strengen Bedingungen der Pandemiebekämpfung umzusetzen.

Das Ergebnis: ein überaus eindrucksvoller Sponsorenlauf - von der SV getragen, von den vier Schülersprechern Ali Al Hammoud, Karina Tabbert, Jan Hofmann und Daria Preotesiou sowie den vier SV-Lehrkräften perfekt organisiert. Unterstützt wurde die Aktion aus der Elternschaft, etwa vom Ehepaar Landsmann, das am Versorgungstisch alle Hände voll zu tun hatte. Ein Team vom Arbeiter-Samariter-Bund stand auch für alle Fälle bereit, darunter Maxi Walpert als ehemaliger Adolfiner.

Sponsoren, unter ihnen viele Eltern, andere Verwandte und Bekannte, verpflichteten sich vorab, für jede gelaufene Runde einen bestimmten Betrag zu spenden. „Der Höchstbetrag liegt bei 100 Euro“, konnte Björn Hasselmann vermelden. Über Lohn und Sold im Ein-Euro-Bereich war die Freude natürlich nicht geringer. In Zusammenarbeit mit der Elternschaft war es Carolin Wille und ihren Mitstreitern gelungen, als Hauptsponsoren die Bückeburger Firmen Nahkauf, Edeka, Kaufland und WEZ zu gewinnen.

So lag denn ein Hauch von Sportfeststimmung über der Anlage vor dem Mausoleum. Perfekt organisiert traten die einzelnen Jahrgänge an zwei Tagen an. SV-Lehrer Björn Riemer kehrte sogar für ein paar Stunden aus der Elternzeit zurück, um seine Klasse moralisch zu unterstützen. Dass die Beteiligung aus der Oberstufe geringer ausfiel, lag an den strengeren curricularen Vorgaben und den engeren Spielräumen, insbesondere im Abiturjahrgang 2022.

Kultusminister Grant Hendrik Tonne hatte die Schulen in Niedersachsen ausdrücklich dazu ermutigt, nach den Ferien, insbesondere aber nach den Entbehrungen der jüngeren Vergangenheit, sinnvolle Gemeinschaftsaktionen durchzuführen, soweit es die Bedingungen zulassen. Damit lag er richtig, das spürte man auf dem Platz und am Wegesrand. Die eigene Gemeinschaft wurde gestärkt, den Ärmsten der Welt, darunter viele Millionen Kinder, Kleinkinder und Säuglinge, wird geholfen. Kein Wunder, dass auch Schulleiterin Cornelia Kastning sehr zufrieden wirkte, als sie am Platz war, die Teilnehmenden ermutigte und sah, wie reibungslos die Großaktion ablief.

Nun ist die Schulgemeinschaft gespannt, welchen Betrag SV-Lehrerin Jana Allum im Namen der Schüler am Ende an die Welthungerhilfe überweisen kann, damit man weltweit dem Ziel näherkommt: „Null Hunger bis 2030!“

Text: Volkmar Heuer-Strathmann 

Foto: VHS

 


 



Fotos: KAS und WLE