Podcast-Produktion mit ehemaligen Adolfinern erinnert an den 8. Mai 1945

Podcast-Produktion mit ehemaligen Adolfinern erinnert an den 8. Mai 1945

Auch der 30. Januar 2033 rückt schon in den Blick

Von Volkmar Heuer-Strathmann

Wilhelm Gerntrup ist Jahrgang 1937. Er hat den 8. Mai 1945 als Kind in Kleinenbremen erlebt. Gemeinsam mit zwei anderen Zeitzeugen nahm er an einer Gesprächsrunde über das Vermächtnis dieses historischen Tages teil, die als Podcast unter www.landeskirche-schaumburg-lippe.de über die Homepage der Ev.-Luth. Landeskirche Schaumburg-Lippe mitverfolgt werden kann.

Lutz Gräber, früher Schulpastor am Adolfinum und heute bei der Landeskirche als Referent tätig, hatte die Organisation übernommen, der Verfasser die Moderation. Geübt wurde nicht, auch nicht vor der ersten Runde in der Stadtkirche mit Landesbischof Karl-Hinrich Manzke und Landrat Jörg Farr oder später, als in der ehemaligen Synagoge „Kinder der Nachkriegszeit“ zu Wort kamen oder am Ende junge Menschen von heute.

Willi Kietsch erzählte von seiner Zeit am Adolfinum in den 1960ern, als das Schweigen Prinzip war. Gerntrup hatte einen interessanten Hinweis gegeben. Halb Bückeburg sei interniert gewesen nach dem 8. Mai 1945; die Männer waren gemeint. Auch viele Lehrer des Gymnasiums, so der ambitionierte Heimatforscher.

Als Joshua Großkelwing und Clara Kohlmeier, beide aus dem Abiturjahrgang 2019, in Runde 4 zu Wort kamen, ging es auch um Fragen der multikulturellen Gesellschaft, der nationalen Identität, des Rechtsextremismus  und der weiteren Entwicklung. Ausgangspunkt aller Gespräche waren Worte und Sätze von Richard von Weizsäcker, die selbst Geschichte gemacht haben, etwa der „Tag der Befreiung“ oder die Verpflichtung, an den 30. Januar 1933 zu denken. Da führte auch am 30. Januar 2033 kein Weg mehr vorbei. Wie mag der begangen werden?