Gastbeitrag: Großes Weihnachtskonzert am Adolfinum

Neue Gesichter, frische Arrangements, beglückte Zuhörer              

Die „Nette Begegnung“ von Oliver Gies hat der Chor des Adolfinum aufgegriffen, um sich unter der Leitung von Tobias Kästner mit Witz und Pfiff wirkungsvoll ins Spiel zu bringen beim gut besuchten großen Weihnachtskonzert der Schule. „Was gibt`s Neues, was liegt bei dir an?“, tönt Louis Postulart gemeinsam mit Justus Schmidt, seinem Nebenmann, der als junger Physiklehrer seine Zöglinge immer wieder auch mit den Launen der Gestirne konfrontiert. Der „Stern über Bethlehem“ erstrahlt in diesen Tagen über dem Portal der Schule.  

Mit „The First Nowell“ hatte Annika Maiwalds Musikklasse 6.1 den Abend feierlich eröffnet. „White Christmas“ ist immer noch ein frommer Wunsch der Kinder des Kästner-Vorchores, der von Airida Dickute am Klavier sehr gefällig begleitet wurde. Als „Kumbaya, my Lord“ ertönte, wurde selbst oben auf der Empore der Sound von Klarinette, Posaune, Trompete und Saxophon spürbar, da Olaf Mengelings Nachwuchsbläser-AG eine ganz erhebliche Verstärkung erfahren hat.

Das Orchester, dem Annika Maiwald als neue Dirigentin eine kleine Verjüngungskur im Streicherbereich verordnete, ließ „Feuerwerksmusik“ von Händel aufblitzen. Die Bigband erinnerte mit „Rock em, sock em“ daran, dass nicht alles Weihnachten ist, was glänzt in diesen Tagen. Als Solisten bekamen Finn Konczak und Benjamin Struckmann für ihr Posaunenspiel verdienten Beifall. Fünf von Olaf Mengelings bestens aufgelegten Akteuren kommen aus dem 7. Jahrgang. Ihre jugendliche Frische hat ein solides Gegengewicht in der Erfahrung eines Fatbardh Prengjoni aus dem 12. Jahrgang an der Gitarre. Gern gesehen und gehört auch Ehemalige wie Jan-Peter Voß am Bass, Drummer Marc Meisel und Michaela Obermeyer am Klavier.

„O du fröhliche“ als mutig arrangiertes Funkengestöber in winterlicher Nacht, das ließ die Herzen beim Ausklang noch höher schlagen. Blumen aus der Hand der geradezu beglückt wirkenden Direktorstellvertreterin Cornelia Kastning gab es am Ende auch für den in Bückeburg bestens bekannten Pianisten Nicolas Goldbach, der den Chor begleitete.

Derart auf Güte und Harmonie eingestimmt, soll das begeistert applaudierende Auditorium recht freigiebig in die Geldbörsen gegriffen haben, um die Arbeit der Musikpädagogen, der Techniker wie Karl Specht und der rund 150 mitwirkenden Musiker durch eine Spende zu unterstützen.

vhs (c: LZ)