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Besonders begabte Grundschüler experimentieren im Gymnasium

Von Wasserflöhen, Farbstoffen und programmierten Minirobotern

Lennart Krüger von der Grundschule Evesen wird an diesem Tag von seinem Großvater zum Adolfinum gebracht. Jörg Vergin hat nämlich am Gymnasium einige Jahre Kunst unterrichtet und kennt sich aus. Experimentiertage für Grundschüler gab es seinerzeit allerdings noch nicht und von gezielter  Begabtenförderung war auch noch keine Rede.

Auf dem Stundenplan der 17 Kinder aus vier Grundschulen an diesem Tag: Chemie, Informatik und Biologie. Und zwischendurch gibt es in den Pausen eine Stärkung gemeinsam mit Maria Robben-Jones, die am Adolfinum für die Begabtenförderung zuständig ist. Im Fachunterricht ging es nach einer kleinen Einführung an die Arbeit. Da wurde mit  Mikroskop, Lackmuspapier und Schraubenzieher hantiert, Pläne wurden sogfältig studiert. Bei Jan Sladek und Sabine Fischer befassten sich die Kinder mit Farbstoffen, danach waren unter der Leitung von Maren Wunnenberg Roboter zu montieren und zu programmieren. Schließlich wurden bei Stefanie Schlüter und Lisa Berch Wasserflöhe unter dem Mikroskop beobachtet.

Einige Kinder haben schon ganz klare Vorstellungen, was sie mal beruflich machen wollen.  Einer sagt Programmierer, zwei rufen Ingenieur, ein Junge Feuerwehrmann, ein anderer Fußballer. Eine zukünftige Tierärztin könnte auch dabei gewesen sein. Für Jette Blank, die später einmal Ärztin werden will, hatte der Tag im Gymnasium auch etwas Besonderes. Sie erlebte ihre Mutter Maren mal als Lehrerin. Ihr Kommentar: „Das macht sie gut!“    

Volkmar Heuer-Strathmann