Weihnachtsfeier für die beiden unteren Jahrgänge des Adolfinum

Im Programm: Heiteres, Preiswürdiges, Tragisches und Wunderbares

Zoff zwischen Maria und Josef. Sie scheint ein wenig überreizt zu sein. Seine coole Art regt sie auf. Kein Hotelzimmer reserviert, nichts. Die Stimmung droht zu kippen – und das kurz vor der Geburt. Die moderne Weihnachtsgeschichte, die Schulpastor Lennart Meißner da ausgewählt hatte, bot den fünf Finalisten des Vorlesewettbewerbs genug Gelegenheit, um zu zeigen, was sie können. Und Anna Kühnast, Friederike Homberg, Louis Wannagat, Ophelia Blume und Anna Ritterhoff können sehr viel. Als Anerkennung bekamen sie - wie alle anderen Mitwirkenden und Ausgezeichneten – von Frau Kastning etwas Süßes überreicht.  

Musikalisch standen zunächst Weihnachtsmotive im Vordergrund. Anníka  Maiwald und ihre Musiklasse 5.1 kündeten von den „leuchtenden Sternen“ und der eben erst angebrochenen Zeit voll „großer Freud“. Das Motto der Freude mochte auch für die jungen Adolfiner Antonia Minkley und Ole Schücke sowie Anna Kühnast gelten, die für ihre 1. Plätze bei der 2. Runde der Mathematikolympiade belohnt wurden. Elia Lohmann erreichte einen 2. Platz in ihrer Altersgruppe, Dorothea Geisler einen 3. eine Stufe darunter.

Das Minimusical „Die Brücke am Tay“ nach einer Ballade von Theodor Fontane verlangte den Akteuren viel ab. Verraten wird (fast) nichts, nur die Tatsache, dass das Stück am  10. Januar 2019 im Rahmen des Neujahrskonzerts unter der Leitung von Agnes Bergmann-Thiel auf die Bühne gebracht wird. Ganz anders als in „Boychild“, womit der Vorchor von Tobias Kästner eröffnete, geschieht Furchtbares, Tragisches. Hintergrund sind Ereignisse im Jahr 1879, genau zur Weihnachtszeit. Kein Mensch möchte das erleben, niemals. Als Alptraum reichte das Zugunglück schon.

Mit dem gemeinsam gesungenen Lied „Let’s sing a song of Christ“ und den besten Wünschen für die Ferien und das neue Jahr 2019 ging es hinaus aus dem Forum. Der Jubel wurde nur durch das Wetter etwas gedämpft.

Volkmar Heuer-Strathmann