Kleine Weihnachtsfeier im Lehrerzimmer ohne festes Programm

Plätzchen, Häppchen, Lieder, Verse und etwas „Erbsenzählerei“

Zu einer besinnlichen Stunde kamen viele Kolleginnen und Kollegen am Donnerstag vor den Ferien in der Mittagspause zusammen. Es wurde gemeinsam gesungen und gespeist, Tobias Kästner hatte ein paar Lieder ausgewählt, die er nun am Elektropiano begleitete. "Weihnachtsfreude" erklang, es rieselte sogar der Schnee, kaum hörbar, unsehbar.

Franziska Winther, von der wieder einmal die Initiative ausgegangen war, beschenkte die Versammelten mit einem Auszug aus „Momo“, in dem es um den Wert echten Zuhörens geht, und mit einem Beutelchen Erbsen. Wer will, kann nun beglückende Erlebnisse und Erfahrungen für sich „notieren“, indem eine Erbse umsortiert wird, also von der einen  Hosentasche in die andere. Missliche Ereignisse haben die umgekehrte Folge. Auf die Balance muss jeder selbst achten. Ein starker Ausschlag ins Positive wäre sicherlich auch nicht übel.

Hans Magnus Enzensbergers „Optimistisches Liedchen“ lasen Cornelia Kastning und der Unterzeichnende vor. Es weckt schöne Vorstellungen, von bedingungsloser Menschlichkeit, von Spontaneität, von schlichter Alltäglichkeit - ohne eine einzige schlechte Absicht. Das soll es geben. Das sollte es geben. Zu Weihnachten sowieso.

Volkmar Heuer-Strathmann