Kollegium des Adolfinum beteiligt sich an Gefährdungseinschätzung

Auf der Suche nach krankmachenden und schwächenden Faktoren

Ein seltener Anblick: im Lehrerzimmer überall Kolleginnen und Kollegen, die mit  ernster Miene Formulare ausfüllen, als wäre der Tag der Steuerklärung ganz plötzlich auf Silvester vorverlegt worden.

Fehlanzeige. „BUGIS“ stand auf der Tagesordnung, die  Erhebung der Landesschulbehörde zur Gefährdung am Arbeitsplatz. Im Rahmen einer Dienstbesprechung war darüber ausführlich informiert und diskutiert worden. Besondere Belastungen sollen erkennbar werden, hier in der Selbstwahrnehmung der Betroffenen. Ganz konkrete Aspekte wie die räumlichen Bedingungen unterrichtlicher Arbeit werden thematisiert, es geht um das Arbeitsklima, um Absprachen, um Umgangsformen und Wertschätzung. Die Verantwortlichen scheinen sich intensiver mit Fragen des „Burn Out-Syndroms“ und der Prävention befasst zu haben.

Mit den Ergebnissen sei im 2. Halbjahr zu rechnen, meinte Carsten Schwier-Hermann auf Nachfrage. Datenschutz sei garantiert, auch innerhalb der Schule. Die Schulleitung beteiligte sich ebenso an der Erhebung wie ein paar weitere Mitarbeiterinnen des Hauses. Einige der abgeordneten Kollegen und Kolleginnen waren sogar extra angereist, um ihre Sicht der Belastung einfließen zu lassen, auch wenn sie zurzeit ganz anderen Wirkungsfeldern ausgesetzt sind, etwa am Ernestinum in Rinteln oder an der Grundschule am Sonnenbrink in Stadthagen.

Volkmar Heuer-Strathmann