Das Thema Multifunktionsanlage am Adolfinum ist vom Tisch

Viel Applaus auf der Gesamtkonferenz für den Bürgermeister

Der Auftritt war kurz, der Eindruck war nachhaltig. Bürgermeister Reiner Brombach wusste, wie sehr der lange Prozess der Meinungsbildung im Adolfinum in Sachen Multifunktionsanlage von Skepsis und Ablehnung geprägt war. Auch im Schülerrat und im Schulelternrat hatte es kaum Zustimmung gegeben, nachdem Landkreis und Stadt das Konzept erneut vorgestellt hatten.

Nach knappen Bemerkungen zur Rolle des Landkreises als Schulträger und Eigentümer des Geländes betonte Brombach das an sich gute Verhältnis zwischen der Stadt Bückeburg und dem Gymnasium Adolfinum. Trotz früher geäußerter Sympathie für das Konzept, das vom Kreishaus aus so ambitioniert vertreten wurde, gelobte der Bürgermeister nun am Ende eines Klärungsprozesses vor der Gesamtkonferenz, „alles dafür zu tun, dass diese Anlage hier nicht gebaut wird“. Der Applaus fiel leidenschaftlich aus.

Das Meinungsbildungsergebnis ist bekannt. Zwei Befürwortern und ein paar Enthaltungen standen so viele ablehnende Bekundungen gegenüber, dass das Zählen sich fast erübrigt hätte. Hier natürlich nicht, jeder Fingerzeig zählt, von "Abstimmung" oder "Wahl" keine Rede. Dass die Gestaltung des Außengeländes (Foto 2016: Kinder aus dem Ganztagsbereich) damit keineswegs erledigt ist, wurde auch an diesem Tag noch einmal von Schulleiter Michael Pavel betont. Sichtlich erleichtert zeigte er mit foto-grafischem Material, was für ein Ungetüm den Schülerinnen und Schülern, den Pädagogen und Mitarbeitern,  aber auch den Spaziergängern, Campingurlaubern und all den Vöglein, Käfern und Würmern im Umfeld  der Schule erspart bleibt. Es gibt noch genug zu tun rund um die Schule.

Volkmar Heuer-Strathmann