Alina Konieczny in „Magda macht das schon“ vor der Kamera

Ehemalige Adolfinerin wirkt in der III. Staffel der RTL-Serie mit

Im Abitur 2017 hatte sich Alina Konieczny mit Georg Büchners Revolutionsdrama „Dantons Tod“ zu beschäftigen. Ein sicherer Blick für das Wesentliche wurde ihr bescheinigt und sprachliche Gewandtheit. Alles, was mit Schauspielkunst und Bühnenwelt zu tun hat, weckt ihr Interesse, schon seit Kindertagen. Ihr Vater ist als Dozent an der Hochschule für Musik, Theater und Medien in Hannover tätig. Nun hat sie in Berlin bei RTL vor der Kamera gestanden. Gedreht wurde die dritte Staffel der erfolgreichen Serie „Magda macht das schon“.

Im Pressegespräch erzählt die ehemalige Adolfinerin, die zurzeit in der Bundeshauptstadt Theaterwissenschaften studiert, was die Arbeit am Set bedeutet. Pünktlichkeit, Zuverlässigkeit und Selbstbeherrschung würden großgeschrieben. Textlernen habe nichts von der Monotonie schulischer Hausaufgaben. Zuerst gehe es im Team recht locker zu, weil man noch experimentieren könne, beim Drehen aber arbeite man sehr technisch, präzise und unter Zeitdruck.  Alina Konieczny hat auch polnische Wurzeln. Das kommt ihr in der Rolle der Aga zugute, die ihre Schwester Magda in Deutschland besucht. Die Polin ist in Deutschland als Pflegekraft tätig. Es darf viel gelacht werden. Deshalb auch der Comedypreis.

Bei aller Freude an der Filmarbeit, das Ziel ist auch weiterhin, „echte Theaterschauspielerin“ zu werden. Der Weg dahin führt über die unterschiedlichsten Castings. Geduld ist gefragt, Durchhaltevermögen und ein gesundes Selbstbewusstsein. Lars Eidinger ist für Konieczny ein Vorbild, weil er auf der Bühne und vor der Kamera brilliert. „Ohne Agentur wäre mein Weg nicht möglich gewesen“, sagt sie. Außerdem seien Kontakte unverzichtbar. Abgeholt werde man nicht, man müsse sich selbst bewegen - und etwas Glück haben.

Eines Tages die Medea im gleichnamigen antiken Drama von Euripides zu spielen, wäre ein Traum. „Aber dafür bin ich vielleicht zu klein“, schränkt sie ein. Aus seiner Haut kann man nicht heraus, auch wenn man in tausend Kostüme schlüpft. Am Adolfinum hatte die junge TV-Darstellerin übrigens nicht das Fach Darstellendes Spiel belegt. Die Gefahr sei zu groß, sich Attitüden anzugewöhnen, was Sprache und Gestalt der Figuren anbelangt, und die Schulbühne zu verwechseln mit den Brettern, die die Welt deuten.       

Volkmar Heuer-Strathmann