Erste Arbeitsgruppensitzung zum 2’20 Projekt „Schule als Staat“

„Politik und Wirtschaft erlebbar machen…“ – ein erster Arbeitstitel

Wenn kurz vor den Sommerferien im Schuljahr 2019/2020 am Adolfinum ein neuer Staat konstituiert wird, soll das keine reine Wiederholung der ersten Auflage sein – da war man sich einig bei der ersten Arbeitsgruppensitzung. Die Versammelten zeigten sich hochmotiviert, eine so anspruchsvolle Projektwoche noch einmal zu veranstalten, aber man hat auch dazugelernt, nicht erst durch die Evaluation. Leerlauf war nicht das einzige Problem.

Unter der Leitung von Dagmar Günther und Björn Riemer diskutierten Vertreterinnen und Vertreter aus Schülerschaft, Elternschaft, Kollegium und Schulleitung über Grundsatzfragen, Ziele und Unverzichtbares. Schulleiter Michael  Pavel setzte zwischendurch die Brille eines jüngeren Schülers auf und formulierte aus dieser Perspektive den Wunsch, wirklich etwas anderes zu erleben als im üblichen Unterricht und dabei bitte auch hinreichend Spaß zu haben. Dem Kind wurde nicht widersprochen. Fünf Tage nur nach Werten und Normen leben, das wäre tatsächlich ein bisschen zu viel des Guten. Gleichwohl will die Gruppe, die sich noch nicht als fester Arbeitskreis versteht, nicht auf anspruchsvolle Ziele verzichten. Vorstellen kann man sich, den Akteuren Wahlmöglichkeiten zu lassen, wo der Schwerpunkt der Zielsetzung  eines Betriebes oder einer Organisation liegen soll. Von den Werten der Verfassung der BRD war in diesem Zusammenhang die Rede, etwa Gleichberechtigung oder Ressourcenschonung.

„Politik und Wirtschaft erlebbar machen“ – ein Elternvorschlag, der als Motto etwas bescheidener klingt als beim ersten Projekt „Schule als Staat“. Natürlich geht es um Demokratie, um Institutionen, Personen und Strukturen. Natürlich stehen Betriebe im Mittelpunkt. Daneben gibt es Organisationen unterschiedlichster Art. Wieder sollen Schüler unbedingt auch leitend tätig werden können. Parlamentsarbeit müsse transparenter werden, hieß eine Forderung, Regierungshandeln ebenfalls. Attraktive Veranstaltungen könnten dazu beitragen, mehr Menschen zusammenzuführen, natürlich auch Eltern und andere Gäste. Im Verlauf der Woche sollen aus gegebenem Anlass auch Planspiele als Special stattfinden können, hieß es. „Staat als Schule“ wäre allerdings die falsche Richtung.

An Ideen mangelte es nicht an diesem munteren Nachmittag. Damit Interessierte noch aufspringen können auf  den flotten Zug, wurden die nächsten Termine bereits festgelegt: 18. 10. 2018, 22. 11. 2018 und 10. 01. 2019, jeweils um 17 Uhr in der Bibliothek.   

Volkmar Heuer-Strathmann