Ayke, Luca und Fabio Harmening – als Drillinge einzigartig

Das Jahr 2021 könnte ein „Harmening-Jahr“ werden

Der erste Eindruck lässt nicht unbedingt an Drillinge denken. Dafür sehen die drei Brüder Ayke, Luca und Fabio Harmening doch zu unterschiedlich aus. Aber die meisten Etappen ihres bisherigen Lebensweges haben sie gemeinsam und nah beieinander gemeistert.

„Zunächst hatten wir drei nur ein Kinderzimmer“, erinnern sie sich. Da wohnte die Familie noch in Bückeburg, heute leben sie in Krainhagen und jeder hat sein Zimmer, schon seit vielen Jahren. Den eigenen Raum möchte keiner missen. Anders im Kindergarten und im Klassenzimmer: Da sind sie seit langer Zeit unzertrennlich. Zurzeit besuchen die Brüder die Klasse 11.4, sitzen aber nicht etwa nebeneinander. Viele ihrer Freunde in und außerhalb der Schule sind gemeinsame Freunde. Als Hobby steht Judo seit Jahren an erster Stelle. Geht es nach Herford zum Training ins Leistungszentrum, wird nicht die Karre genommen. Da fährt immer noch der Vater mit seinem Auto und die Jungen mit dem „Braunen Gürtel“ wissen das zu schätzen.

Von ihrer Mutter erzählen sie, die hätte gerne auch noch ein Mädchen gehabt, aber drei Jungen auf einmal, das sei eben schon eine besondere Herausforderung gewesen. Man könnte an einen Song von Max Giesinger denken. Was „die drei Harmenings“ nicht mögen, ist die Behandlung im Block, so als wären sie keine Individuen, etwa bei der Notenbesprechung. Stärken und Schwächen seien unterschiedlich verteilt, darüber sprechen sie ganz offen. So kommt dem Ältesten manchmal die Rolle des Helfenden oder Erklärenden zu und die weiß er anzunehmen, ohne sich aufzuspielen.

Das gemeinsame Interesse an den Naturwissenschaften lässt es ziemlich unwahrscheinlich werden, dass die Stundenpläne in der Kursstufe stark voneinander abweichen. Läuft alles so, wie die Jungen hoffen, könnte  das Jahr  2021 am Adolfinum zum „Harmening-Jahr“ werden. Und dann werden sie durch „Abi 2021“ und die T-Shirts mal wieder einheitliche Klamotten tragen, fast wie damals, fast wie in Kindertagen.

Volkmar Heuer-Strathmann