Handy im Straßenverkehr – eine erhebliche Gefährdung

Verkehrssicherheitserziehung in den Jahrgängen 10 und 11

„Wackeldackel“ nennt Iris Stolzenburg von der AOK Hannover jene Menschen, die hinterm Lenkrad eines PKW sitzen und durch sonderbare Bewegungen auffallen. Sie schauen nach unten, sie schauen nach vorne, dann schreiben sie weiter an irgendeiner unheimlich wichtigen Nachricht. Es könnte ihre allerletzte sein.

Swintha Buhrmester von der Polizei Bückeburg blies ins gleiche Horn. In ihrem Beitrag zur Verkehrssicherheit ging es außerdem um weitere Unfallrisiken. Die Schüler der Jahrgänge 10 und 11 des Adolfinum wurden mit Aspekten des unangemessenen Alhohol-Konsums konfrontiert, es ging um überhöhte Geschwindigkeit, fehlende Fahrpraxis, große Müdigkeit und Gruppendruck. Drastische Beispiele, schockierende Fotos, klare Worte – das müsste eigentlich wirken. Hinweise auf strafbare Handlungen im Straßenverkehr und ihre Konsequenzen gehörten auch zu diesem überaus sinnvollen Präventionsprogramm, durch das die überdurchschnittlich hohe Opferzahl unter Jugendlichen und jungen Erwachsenen verringert werden soll.

Um die Selbsteinschätzung zu verbessern, setzen die Jugendlichen eine Brille auf, als wäre ihre Wahrnehmung durch Alkohol negativ beeinflusst. Am Simulator der AOK konnte die Reaktionszeit getestet werden (Foto). Da die Zahl der Roller- und Motorradfahrer recht groß ist, war auch von eigenen Erfahrungen zu hören. Bleibt zu hoffen, dass die zu beobachtende Ernsthaftigkeit auch dann noch vorhanden ist, wenn der Gruppendruck wächst und Charakter gefragt ist. Buhrmester empfiehlt klare Absprachen und Verbindlichkeit. Dann sei von Anfang an klar, wer auf der Party klaren Kopf behalten muss.

Volkmar Heuer-Strathmann