Schulpastor Lutz Gräber feierlich verabschiedet

„Dunkelheit ist das, was du nicht bist.“

So ist es nicht oft im Lehrerzimmer. Eigentlich nie. Aber diesmal war es so und nicht anders. Einfach traurig. Schließlich wurde es jedoch wieder etwas heller. Im Rahmen einer kleinen Feierstunde verabschiedete das Kollegium Schulpastor Lutz Gräber, der auf die Stelle eines Theologischen Referenten ins Landeskirchenamt wechselt.

Schulleiter Michel Pavel erinnerte an die tragischen Ereignisse, die noch vor gar nicht allzu langer Zeit einen dunklen Schatten über die Schule geworfen hatten. Da gab Lutz Gräber auf seine Art Orientierung und Kraft - Schülern, Lehrern und auch der Schulleitung. In der  Folgezeit kümmerte er sich gemeinsam mit Franziska Winther darum, die Beratungstätigkeit mehr auf die Sorgen, Ängste und Nöte der Schüler abzustimmen.

Fachobmann Volker Thiel berichtete von der guten kollegialen, ja freundschaftlichen Zusammenarbeit im Fach Religion und heiterte die Gesellschaft ein wenig auf, indem er als Präsent „Lutherol“ überreichte, etwas zur spirituellen Stärkung bei Anfechtungen aller Art. Sebastian Mietzner dankte im Namen des Kollegiums für das große Engagement, das weit über jedes Soll hinausging. Man denke nur an das Guatemala-Projekt, die Mitarbeit im Projekt „Schule als Staat“, das Seminarfach, die Studienfahrten und nicht zuletzt die Gottesdienste, in denen die Schülerinnen und Schüler stets selbst zu Wort kamen.

Franziska Winther ließ den wunderbaren Text „Ich bin das Licht!“ wirken. Ein spontan gebildeter Kollegenchor mit Ina Seidl am Piano stimmte ein von Wünschen und Fürbitten geprägtes Gotteslob an, dann kam der Geehrte selbst zu Wort. Ganz bescheiden. Unprätentiös. Selbst dankbar und voller Lob für andere. Zugewandt. Zuversichtlich. Verbindlich. Einfach weit mehr als nur sympathisch. Als müsste das Wort noch beglaubigt werden: „Dunkelheit ist das, was du nicht bist.“

Volkmar Heuer-Strathmann