Ruderriege „Schaumburgia“  freut sich über zwei neue Kindereiner

Mit „Noob“ und „Spritztour“ hinein in die neue Rudersaison

Der Name ist Programm: „Noob“ nennen Videospieler gerne einen echten Anfänger. Stümperhaft sollte er nicht sein. „Spritztour“ lässt eher an die Kurzstrecke denken, den kleinen Ausflug in heiterer Stimmung. Bestens gelaunt zeigte sich außer dem Vorsitzenden Lars Barkhausen denn auch Trainerin Manuela Reichardt, als sie schilderte, wie sich der Förderverein des Adolfinum und der Verein der Adolfiner an Spendierfreudigkeit gegenseitig überboten. Das Ergebnis: zwei neue Boote auf einen Schlag. Die Kosten für die  Skulls übernahmen der Schülerruderverein und das Gymnasium. Als Taufpaten wirkten  Cornelia Kastning  und Klaus  Schnierl mit. Beide mussten sich sichtlich überwinden, ihr Sektglas wirklich zu zerschlagen – natürlich nicht auf dem gerade mal 17 Kilogramm leichten schlanken Bootskörper.  

Für  die Jungfernfahrt reichten die Wetterverhältnisse noch nicht, da beim ersten Mal durchaus mit einem kleinen Wasserbad gerechnet werden muss. Also begaben sich am Tag des Anruderns zunächst nur die erfahrenen Ruderer mit dem guten alten Vierer oder einem gediegenen Einer aufs Wasser. Für Oliver Lange, der eben erst für  eine  Saisonstrecke von 1913 Kilometern geehrt worden war, bot das Rudern im Skiff eine herrliche Entspannungsmöglichkeit. Am Freitag im Abitur noch mit einem  anspruchsvollen Lateintext befasst, sollte es am Tag nach der Spritztour gleich mit der Biologieklausur weitergehen. Zu Ehren kamen auch Lars Schach (733 km) und Clemens Grubert (852km).

Von der Tauglichkeit der beiden neuen Einer für die Gewichtsklasse „40 bis 60 Kilogramm“ hatten sich übrigens Johanna und Marion Reichardt, die beiden Spitzenathletinnen des Vereins, schon in den Wintermonaten überzeugt. „Läuft!“, hieß es seinerzeit aus berufenem Munde. Günter Baron von Tiesenhausen machte im Namen des Fördervereins nun kein Geheimnis mehr aus seinen Erwartungen an die Jüngsten und ihre Trainerin: „Wir wollen Pokale sehen!“

Volkmar Heuer-Strathmann