"Applegate" und Hühnchenburger zum Fruehstueck

Unsere Reise nach Lexington, South Carolina

Von Gesine Vespermann

Wer hätte gedacht, dass nicht das winterliche Wetter in Deutschland, nicht der 10-Stunden- Flug und nicht das komplizierte Einreisesystem, sondern ein einfacher deutscher Apfel zum größten Problem der langen Anreise werden sollte? Aber beginnen wir am Anfang:

Sonntagmorgen, 3:45 Uhr - langsam füllt sich der Schulparkplatz mit großen Koffern und aufgeregten 10.-Klaesslern. Endlich geht es los! Trotz glatter Straßen schaffen wir es pünktlich zum Flughafen, wo unser Delta Flug leicht verspätet abhebt. Für viele Schüler ist es der erste Langstreckenflug, man ist aufgeregt, aber sehr "well behaved", die Lehrkräfte sind stolz. Das Bordprogramm bietet über 100 Filme und irgendwie gibt es dauernd etwas zu essen, aber trotzdem ist man froh, als der Flieger kurz nach 9 pünktlich in Atlanta landet. Die Einreisebestimmungen der USA sind streng, man ist ein bisschen aufgeregt, aber es scheint zu klappen, alle schaffen es und versammeln sich bei der Gepäckausgabe. Doch einer fehlt! Was ist passiert? Jemand hat einen Apfel dabei! Einen deutschen Apfel! Und das, wo es hier doch gerade heißt: "American products first!" Das geht natürlich nicht und so muss noch einmal die Sonderkontrolle durchlaufen werden. Aber auch das ist irgendwann geschafft und wir beginnen das letzte Stück unserer Reise, den kurzen Flug nach Columbia. Dort angekommen, schlafwandeln wir zum Ausgang, wir sind nun schon seit fast 24 Stunden auf den Beinen. Aber schon von weitem hören wir Jubelschreie, wir werden erwartet! Mit Plakaten, mit Lufballons, mit Blumen - die Freude auf beiden Seiten ist groß und verdrängt die Müdigkeit. Nach so einem wunderbar herzlichen Willkommen freut man sich sehr, hier zu sein, und ist gespannt auf die ersten Tage, die mit hier so beliebten Chick-Fil-A (Hühnchenburger) beginnen sollen,  so "watch this space".