Jahrgang 11 auf dem Hochschulinformationstag in Hameln

Der HIT – ein Hit? Stimmen aus einem PW-Leistungskurs

Bald sollen alle Schulfächer einen Beitrag zur Berufsorientierung leisten. Am Adolfinum wird man sich u. a. mit einer SCHILF darauf vorbereiten. Der Besuch des Hochschulinformationstags in Hameln (HIT) gehört schon lange zum  Pensum der Pennäler. Veranstalter ist die Bundesagentur für Arbeit. Fachschulen, Fachhochschulen, Hochschulen und Universitäten wirken mit, aber auch Betriebe und staatliche Einrichtungen wie Polizei und Bundeswehr. Fragen der Ausbildungsfinanzierung sollen ebenfalls fachkundig beantwortet werden.

Organisiert und durchgeführt wurde die Aktion von den Fachkolleginnen Andrea Bähre und Tatjana Kaouane. In einem Lk Politik-Wirtschaft zieht man am Tag danach eine erste Bilanz, ganz im Sinne des Themas "Die Rolle des Staates in der Sozialen Marktwirtschaft". Grundsätzlich wird der Besuch in Hameln von einer Mehrheit als sinnvoll und ertragreich angesehen. Der Vergleich mit einer nur teilweise ähnlich ausgerichteten Veranstaltung in Stadthagen ruft kaum mehr als Heiterkeit hervor.

Was den HIT anbelangt, wird die Vielfalt des Angebots gelobt, man beklagt aber die recht unterschiedliche Qualität der Vorträge und Präsentationen. Auch sei die Zeit zum Wechsel der Räume zu knapp bemessen gewesen. Meist sei es um Ausbildungswege und Studiengänge gegangen, weniger um den Berufsalltag oder spezifische Anforderungen. Auch habe man wenig über das liebe Geld erfahren, das winkt, wenn man den angestrebten Job ausführt.

Besonders gelobt werden die Juristen und die Pädagogen. Auch die Fluglotsen bekommen gute Kopfnoten. Dort wurde sogar über die gar nicht mal so schlechten Verdienstmöglichkeiten gesprochen. Besonders enttäuscht war ein Schüler von der Art, wie der noch recht junge Beruf des Eventmanagers vorgestellt wurde. "Eher kein Event, die Veranstaltung!"

Die Frage, warum und wozu die Bundesagentur für Arbeit solche und ähnliche Veranstaltungen durchführt – und das auch noch gratis, bot wunderbare Möglichkeiten, am „Magischen Sechseck“ weiterzuarbeiten, etwa in Sachen Vollbeschäftigung und soziale Ungleichheit. Ein moderner Arbeitsmarkt setzt schließlich aufgeklärte Menschen voraus, die den Mut haben, sich bei der Studien- und Berufswahl nicht nur, aber auch ihres „eigenen Verstandes zu bedienen“ (Kant). Im Kurs selbst haben nur wenige bereits jetzt eine klare Vorstellung davon, wie es nach dem Abitur oder nach dem Fachabitur weitergehen soll. Der HIT habe, so hieß es, auf jeden Fall Anregungen und Impulse gegeben.  Da wird sich Horst-Joachim Schwenke als Hauptverantwortlicher freuen. 

Volkmar Heuer-Strathmann

Mitschrift: Damlah Cilesiz; Fotos: Tantana Kaouane