Achtzehn Adolfiner zu Gast in Sablé-sur-Sarthe

Paris wird aus Sicherheitsgründen nicht besucht

Man kennt sich eigentlich schon. Facebook und WhatApp machen’s möglich. Und dennoch bleibt für die Besucher aus Bückeburg die spannende Frage, wie es werden wird mit dem Austauschpartner. Alle Adolfiner waren in Familien untergebracht. Land und Leute sollen ganz konkret zu erleben sein. Ein Empfang im Centre Culturel durch die stellvertretende Bürgermeisterin Madame Castel zeigte den Schaumburgern, dass die Kommunalpolitiker dem deutsch-französischen Austausch große Bedeutung beimessen. .

Das Schulgelände des Lycée Raphaël-Élizé machte schon am ersten Tag mächtig Eindruck. Die Schüler des 10. Jahrgangs erfuhren, dass man an der französischen Partnerschule nicht nur ein „normales“ Abitur ablegen kann. Berufspraktische Erfahrungen können ebenfalls gesammelt werden.   

Ausflüge führten zu einem Kloster in Solesmes und einem ehemaligen Gerichtshof in Asnières-sur-Vègre. Als begleitende Lehrkräfte machten Yves-Marie Leclenche und Delphine Marinot selbst die Gästeführer. In Saint-Malo war eine Stadtbefestigung zu besichtigen – alles bei freundlichem Wetter. In den Familien wurden am Wochenende natürlich auch noch kleinere Unternehmungen gestartet.

Um Kosten zu sparen, kooperierten die betreuenden Lehrer Jörg Wilkening und Christoph Rohlfing zum ersten Mal mit der IGS Obernkirchen. Man bewältigte die lange Fahrt gemeinsam in einem Bus. Paris war in diesem Jahr während der Rückfahrt aus Sicherheitsgründen nicht auf der Liste der Haltestellen. In Chartres hatte eine Crêperie nur für die deutsche Reisegesellschaft geöffnet – ganz im Geiste der französischen Gastfreundschaft. Wenn die Franzosen im April 2018 nach Deutschland kommen, wird man dem nicht nachstehen wollen. Jetzt kennen sich ja wirklich alle, nicht nur im Selfie-Format.

Volkmar Heuer-Strathmann