Klaus Schnierl - der Förderer und Unterstützer gibt den Hut weiter


Generationswechsel an der Spitze des Vereins der Adolfiner

Klaus Schnierl kennt sein Adolfinum. Er hat hier sein Abitur gemacht. Seine Verbindung zur Ruderriege Schaumburgia hat ihre Wuzeln in den Schülerjahren (Foto: Altherrenteam mit Trainer Gerhard Wieding) . Jahrzehnte hat er am Adolfinum die Fächer Englisch und Französisch unterrichtet. Internationale Austauschmaßnahmen fanden unter seiner Leitung statt. Projekte wie die Kriegsgräberfürsorge als Schüleraktion in Frankreich oder Sponsorenläufe für humanitäe Zwecke wurden initiiert, organisiert und durchgeführt. Seine Kinder haben diese Schule besucht, er weiß also auch, wie sich Schule anfühlt, wenn die Perspektive eine ganz andere ist. Sprachassistentinnen durften mit seiner Hilfe rechnen. Und manchmal machte er einem Kollegen oder einer Kollegin einfach ein kleines Geschenk, weil es irgendeinen Grund zur Dankbarkeit gab. Der Dank des Hauses aber müsste ihm selbst gelten, insbesondere für seine Tätigkeit an der Spitze des Vereins der Adolfiner. Doch  den Job des Vorsitzenden hat der 71-Jährige nun in andere Hände übergeben.

Musikinstrumente, technische Geräte, Aufführungsrechte - Geld  wird immer benötigt, wenn eine Schule mehr bieten will als Standard. Eben erst ging es um die Anschaffung von elektronischen Wörterbüchern für die Schüler, deren Wurzeln in Syrien, Aghanistan und dem Irak liegen. Als Großprojekt stand vor Jahresfrist die Mitfinanzierung des neuen Konzertflügels an. Als besonderes Anliegen des Pädagogen kann der "Preis der Adolfiner" genannt werden, mit dem jedes Jahr Abiturienten ausgezeichnet werden, die durch besonderes soziales Engagement positiv auffallen.

Ein wichtiges Anliegen ist Klaus Schnierl in den zehn Jahren an der Spitze des Vereins der Adolfiner die Mitgliederwerbung gewesen. Steffen Behlau, sein Nachfolger, über den sicherlich auch schon eine kleine Laudatio gehalten werden könnte, will in Zukunft das Internet stärker nutzen, um zu informieren, aber auch um zu interessieren und zu werben. Das Adolfiner-Treffen Anfang September dürfte auch fürderhin von besonderer Bedeutung sein, wenn es um die Gelegenheit geht, sich nach ein paar Jahren oder gar nach Jahrzehnten wiederzusehen und den Kontakt zur Schule zu behalten, zum Kollegium und zu jungen Schülerinnen und Schülern.

Klaus Schnierl war es jedes Jahr ein besonderes Anliegen, einen Silbernen, Goldenen oder gar Diamantenen Abiturienten als Redner oder Rednerin für das Großereignis zu gewinnen. Bei der Schulführung können die Mitglieder dann sehen, wohin das Beitragsgeld geflossen ist (Foto: Unter Kollegen). Die Liste ist lang. Die Bedeutung ist erheblich. Die Dankbarkeit ist riesig. Ob er das überhaupt lassen kann, das Helfen, Unterstützen, Ermutigen, Auszeichnen, Loben, Initiieren, Fördern und Finanzieren? Man wird (sich) sehen...

Volkmar Heuer-Strathmann