Gute Nachrichten aus Vehlen kurz vor dem Weihnachtsfest

"Härtefallkommission hat die Eingabe zur Beratung angenommen!"

Erst vor ein paar Tagen wurde von einer einer großen Abschiebeaktion in Frankfurt berichtet. Der Flug ging nach Afghanistan - eine politisch sehr umstrittene Aktion. Was die einen als  Zeichen eines konsequent handelnden Staates ansehen, betrachten andere als inhuman und widersprüchlich. Dass es immer auf den Einzelfall ankommt, war von vielen Politikern unterschiedlicher Parteien zu hören. Wer wollte dem widersprechen, insbesondere wenn es (auch) um Kinder geht?

Am Adolfinum ist man vor ein paar Wochen in einem solchen Einzelfall aktiv geworden. Unterschriften sollten mit dazu beitragen, dass  sich die  Härtefallkommission in Hannover des Falles der Familie Morad aus Obernkirchen annimmt.  "Rouni Morad stammt aus Syrien, er ist zehn Jahre alt und besucht die Klasse 5.3 des Adolfinum. Die Lehrer bescheinigen ihm ausnahmslos hohe Motivation und erstaunliche Lernfortschritte, die Mitschüler haben ihn zum Klassensprecher gewählt", hieß es in einem kleinen Beitrag. (Foto: Übergabe der Unterschriften)

Nun kommt eine erste Erfolgsmeldung aus Vehlen, die Hoffnung macht.  Pastor  Günter Fischer, der sich der Angelegenheit mit großem Engagement angenommen hat und in seiner Gemeinde zahlreiche Mitstreiter fand, schreibt: "Heute darf ich alle darüber informieren, dass ein erster wichtiger Schritt zum Verbleib der Familie in Deutschland vollzogen ist: Die Härtefallkommission hat die Eingabe zur Beratung angenommen." Die drohende Abschiebung würde die Familie nach Bulgarien führen, obwohl inzwischen gute Integrationsarbeit in Deutschland geleistet worden ist - von allen Beteiligten. Fischer betont, mit der Annahme sei natürlich noch keine Entscheidung gefallen, aber das erste formale Hindernis überwunden.

Eine gute Nachricht zum Weihnachtsfest! Und ein weiteres kraftvolles Signal aus Vehlen: "Wir werden  uns weiter einsetzen und alles versuchen, um die Katastrophe einer Ausreise - insbesondere für die Kinder zu verhindern." Hoffen wir auf eine noch bessere Nachricht für 2017!

Volkmar Heuer-Strathmann