Adolfiner als sympathische musikalische Botschafter aus Bückeburg

Schulchor gewinnt in der Sülbecker Kirche das nötige Klangvolumen

"Cantate Domino" hieß es am Ende des Auftritts. Mit vollem Klang und geschickt arrangiert ertönte das Lied der christlichen Lobpreisung. Entsprechend warm fiel der Applaus in der gut besuchten Sülbecker Kirche aus für Tobias Kästner und seinen Schulchor. Dass Volktrauertag war, konnte man dem Programm der Bückeburger und den Songs der "A-Capella"-Formation aus dem Raum Sülbeck ansonsten nicht unbedingt entnehmen.

Beherzt hatten die schwarz gewandeten Sänger und Sängerinnen losgelegt mit den Beatles. Kästner war auch mit von der Partie, konzentriert und hingebungsvoll wie stets, wenn es um seine Musik geht. Mit den "Prinzen" ließ man den "Mann im Mond" aufleben, während sich draußen schon ein warmes volles Gelb über den Kirchhof legte wie ein Hoffnungsschimmer im nebligen November. "Skyfall" hätte später als Antwort der Bückeburger verstanden werden können.

Auch ohne eine Technikprobe hatten die Akteure des Schulchores, in dem die Zahl der männlichen Stimmen etwas größer geworden ist, keinerlei Probleme mit dem großen Kirchenraum und der sakralen Atmosphäre. Klavierbegleitung und Solostimmen rundeten die Leistung ab. Störendes Kleinkindgeschrei übertönten die Schüler mit der Gelassenheit der Chorgemeinschaft. Da hatte es die kleine Formation, die insgesamt auch zu gefallen wusste, schon etwas schwerer.  

Ein Doppelkonzert, das gut und gern im kommenden Jahr erneut ins Programm aufgenommen werden sollte! Im Luther-Jahr 2017 machen sich womöglich noch mehr Menschen aus Bückeburg auf den Weg Richtung Osten, auch wenn es nicht - wie a Capella besungen - über "Sieben Brücken" geht, sondern nur mit den Adolfinern nach "Budapest" und bis ins sagenumwobene musikalisch Gestalt und Kraft gewinnende "Jericho".

Bei Redaktionsschluss war der Spendenanteil für die Adolfiner noch nicht ausgezählt. 

Volkmar Heuer-Strathmann