Auf der Suche nach dem richtigen Flügel für das Adolfinum

Musikpädagogen in den Ferien auf Probefahrt in Oldenburg

Einen Flügel bestellt man nicht im Internet. eBay wäre ein Witz. Man muss ihn sehen, den Begleiter für Jahrzehnte, man muss ihn anfassen, abtasten, also anspielen, man muss ihn hören. Und über das liebe Geld lässt sich auch immer noch am besten persönlich reden.

Also machten sich die drei Musikpädagogen Tobias Kästner, Imke Röder und Agnes Bergmann-Thiel in den Herbstferien auf den Weg nach Oldenburg, um dort im Pianohaus ein Angebot in Augenschein zu nehmen. Der Grotrian-Steinweg-Flügel schien den drei Pianisten zu gefallen, das zeigen die Fotos. "Auch das Preis-Leistungsverhältnis ist sehr gut", resümiert die Fachobfrau, die sich in den hinter uns liegenden Schuljahren bei den unterschiedlichsten Anlässen besonders um das Einwerben von Spendengeldern gekümmert hat. Der Schulträger spielt übrigens auch mit.

Ende Oktober soll es nun nach Braunschweig gehen. Zwei baugleiche Flügel, aber mit robusterer Lackierung gilt es im Grotrian-Steinweg-Werk zu betrachten und auszuprobieren. War es im Oldenburger Pianohaus die Führung durch das Haus inklusive Konzertsaal mit historischen Instrumenten und Werkstatt, was besonders beeindruckte, wird es in der VW-Fabrikstadt sicherlich auch keine schrill tönende Fertigungsstrecke sein, die auf die reiselustigen Musikanten wartet. Flügel vom Band? Flügel von Hand!

Man wird hoffentlich schon bald (davon) hören, wofür sich die Fachschaft am Ende einer langen Partnersuche entscheidet und ob es gut war - für die Musizierenden, die Musikpädagogen, die nicht eben selten ans Werk gehen, und für das Auditorium. Schüler, Eltern und Kollegen werden sicher ganz Ohr sein.

Volkmar Heuer-Strathmann