Schutzengel, Gesundheitsexperten und Verkehrspolizisten im Adolfinum

Schüler erweitern ihr Vorstellungsvermögen am Simulator 

Ein kleines Projekt gab es für die Jahrgänge 10 und 11 zu Beginn der Woche. Verkehrssicherheitsexperten waren in der Schule zu Gast, um die Schülerinnen und Schüler zu informieren über Risikofaktoren und über die Möglichkeiten, diese zu reduzieren - im besten Fall auf null. Mit Fragebögen und Schaubildern, wie sie für Fahrprüfungen üblich sind, lassen sich Regeln erklären und Situationen veranschaulichen. Beim Verkehrssicherheitsprojekt durfte es mal ein bisschen mehr sein.

So hatten (nicht allein) die Schüler Gelegenheit, durch eine Simulation der AOK zu erleben, wie kurz die  Zeit ist, in der reagiert werden muss bei überraschenden Ereignissen. Kommt doch da ein Bär des Wegs… Wie der Alkohol den Blick trübt und den Menschen träge macht, war ebenfalls - natürlich völlig trocken - zu erleben. Das hinterließ Eindruck – schon bei vermeintlich niedrigen Geschwindigkeiten. Auf dieser Grundlage wird womöglich nicht nur die Sensibilität größer sein, sondern auch das Interesse an den Informationen der Mitarbeiter der Polizei und der Mitwirkenden der Aktion "Schutzengel". Man möchte nicht mehr diese Unfallzahlen, man möchte nicht so viele junge Verursacher, von den Opfern gar nicht erst zu reden.

Das Smartphone im Straßenverkehr war ebenfalls Thema als neuer Risikofaktor, mit dem selbst  Verkehrspsychologen und Verkehrsjuristen auch noch ihre liebe Not haben, was Verhaltensänderung und Sanktionierung bei Fehlverhalten anbelangt. Das Risiko steigt nicht erst am Steuer eines PKW, es begleitet den Schulweg schon zu Fuß oder per Rad, wenn die Sinne beeinträchtigt werden durch elektronische Gerätschaften. Sonderbar, dass immer noch so manches passiert, obwohl doch eigentlich (fast) alle nur heil und gesund ankommen wollen...

Volkmar Heuer-Strathmann