Stürmischer Andrang beim traditionellen Adventsmarkt im Adolfinum

Klasse 5.5 beeindruckt durch eine romantisch anmutende Standgestaltung

Bundeskanzlerin Angela Merkel hat aus ihrer Sorge kein Geheimnis gemacht: Es würden zu wenig Weihnachtslieder gesungen im christlichen Abendland. Die frohe Botschaft drohe verloren zu gehen. Da passt es ins Bild, dass die Techniker leider keine „Merry Christmas“-CD zur Hand hatten. Gleichwohl setzte der Adventsmarkt am Adolfinum auf seine Art Zeichen des Gemeinsinns - organisiert von der Schülervertretung, getragen von allen Klassen und Jahrgängen und besucht von sehr vielen Freunden und Verwandten.

Überall gab es Baumschmuck und Kerzen zu kaufen, man bot Weihnachtskarten, Gebäck und Kandiertes feil. Mistelzweige aus der Wundertüte des Aberglaubens durften natürlich auch nicht fehlen. Hier eine Lichterkette, da ein paar Krippenfiguren, dort kleine Häuschen wie aus Eis geschnitzt. Bei einer Tombola warteten feine Überraschungen, kleine Kunstwerke konnten ersteigert werden und ein paar Säckchen Hundekuchen waren ebenfalls im Angebot. Wenn abgerechnet wird, bleibt fast ein Drittel der Einnahmen für das Schulprojekt in Guatemala – eine gute Botschaft. 

Eine Jury um „Bufdi“ Janina Rüther war vom Stand der Klasse 5.5 besonders beindruckt; man lobte die warme Atmosphäre, viel Selbstgebasteltes und eine Standgestaltung wie ein Bühnenbild für ein Weihnachtsstück. Fabian Spillmann und die anderen Paten aus dem 10. Jahrgang freuten sich mit den Kindern über 100 Euro für die Klassenkasse. Auf Platz zwei landete die Klasse 5.3 (50 Euro), gefolgt von der nun um 25 Euro reicheren Musikklasse des 6. Jahrgangs.   

Am Ende konnten sich die Schülersprecher Julian Ihloff, Lene Hubrich, Agnesa Hoti und Lilian Viezens über eine gelungene Veranstaltung freuen, zu der neben den Lehrkräften auch die beiden oberen Jahrgänge ihren Teil beigetragen hatten. Gaben die "Elfer" sich eher als Lebenskünstler mit Geschäftssinn, gefielen die "Zwölfer" als Barkeeper mit Gespür für die Wünsche der Kunden zum Wochenausklang. Und wer an diesem Tag im Forum lieber Lieder wie „Jingle Bells“ gehört hätte, wurde wenigstens mit dem scheppernden Punk zusammenbrechender Dosenpyramiden getröstet. 

Volkmar Heuer-Strathmann