Meine Amerika Tour 2016

Reichlich Schule, aber auch Shoppen und Chillen…

Von Anna-Lena Gronau

Im Frühjahr 2016 kam die tolle Botschaft ins Haus, ich war dabei. Amerika, um genau zu sagen: Iowa City - und ich konnte daran teilnehmen. Die Freude war groß und die Vorbereitungen konnten beginnen. Elternabende mit den „Stadthägern“, Projektplanungen für das „deutsche Programm“ und nicht zu vergessen: Kreditkarte besorgen, denn die Amerikaner lieben das Plastikkärtchen ungemein.          

Die Nacht vor der Reise war kurz und die Aufregung groß, doch dann war es endlich soweit.

Am 19.09.16 um 04.00 Uhr morgens trafen sich 15 aufgeregte  Schüler aus Bückeburg und Stadthagen mit ihrer „Reiseleitung“ Frau Rottmann- Kölling und Frau Antonczyk zum großen Abenteuer am anderen Ende des großen Teiches.

Es ging los mit dem Bus nach Frankfurt, danach endlich mit dem Flieger nach Amerika. Der neunstündige Flug endete zunächst in Chicago und nach kurzer Wartezeit ging es endlich weiter nach Cedar Rapids, wo unsere Gastfamilien schon auf uns warteten.

Ich war bei den Clairs untergebracht, deren Kinder die Universität Iowas besuchen.

Die Eltern meiner Austauschschüler Maureen und Victor konnten mich aufgrund einer Europareise leider nicht unterbringen, was jedoch überhaupt kein Problem darstellte.

Wir wurden gleich mit offenen Armen begrüßt und sofort ging es weiter zu unseren Gastfamilien für die nächsten 2,5 Wochen.

Am nächsten Tag begann unser erster Schultag, bei dem wir uns erstmal mit allen Austauschpartnern getroffen haben, um uns ein bisschen kennenzulernen und zu beschnuppern. Dort habe ich dann endlich Victor und Maureen getroffen, deren Schulalltag ich ab diesem Zeitpunkt begleiten durfte.

Victor ist schon ein Senior und Maureen im 10. Jahrgang.

Die Iowa City Highschool beginnt für jeden Schüler anders, da man sich die Fächer für jedes neue Schuljahr selbst zusammenstellen kann. Mein Unterricht begann um 8:50 Uhr mit dem Unterrichtsfach Marching Band, was genau so wie in jedem amerikanischen Film ist. Zunächst treffen sich die Schüler mit ihren Instrumenten auf dem Football Feld und dann geht es los. Sie machen Musik und verschiedene Performances, die streng von ihrem Lehrer beäugt werden.

Danach ging der restliche Schultag weiter, mit Fächern ähnlich wie in Deutschland. Am Anfang war das ganze Schulsystem noch sehr ungewohnt, da man für jedes Fach den Raum wechseln muss, denn in Amerika hat jeder Lehrer seinen eigenen Unterrichtsaum. Die Stunden endeten auch zu sehr komischen Zeiten, so war die 2. Stunde zum Beispiel um 10:33 Uhr vorbei.

Je nachdem in welchem Jahrgang man ist, gibt es unterschiedliche Lunch-Zeiten, zu denen man sich in der Mensa warmes Essen oder kleine Snacks kaufen kann.

Zwischen der 5. Und der 6. Stunde war ein Little Hawk Advisory, wo man Hausaufgaben machen oder lernen musste. Der einzige Tag in der Woche, an dem kein Advisory gab, war Donnerstag. An diesem Tag endete die Schule nicht um 16:00 Uhr, sondern schon um 15:00 Uhr.

Nach der Schule habe ich mich mit Victor und Maureen getroffen - mal zum Eis essen, mal zum Shoppen oder einfach nur zum Chillen. Leider konnte man sich nicht allzu lange treffen, denn alle hatten immer sehr viele Hausaufgaben, eben ein normales Schülerleben.

Die Wochenenden habe ich abwechselnd mit den Claires und den Fesenmeyers ( Victor und Maureens Familie) verbracht. Ich war Boot fahren, Flugzeug fliegen, bei einem Football Spiel ( Iowa Hawkeyes gegen die Northwestern Wildcats) und habe noch vieles mehr unternommen.

An manchen Tagen trafen wir deutschen Schüler uns zu gemeinsamen Unternehmungen (Museen, Indianer Reservat, Vogelpark usw.).

Wenn ich mit Victor und Maureen die Wochenenden verbracht habe, haben wir uns oft mit Freunden getroffen und sie haben mich mit in ein Restaurant genommen, wo sie jeden Freitag essen gehen. Das war eine Sache, die mir besonders gefallen hat, da wir eine echt lustige Truppe waren.:)

Die Tage vergingen viel zu schnell und so war der Tag gekommen, an dem wir Iowa City verließen und nach Chicago flogen. Der Abschied war schwer und es flossen viele Tränen.

In Chicago waren wir in einem wunderschönen Hotel untergebracht. Wir waren auf dem Willis Tower, dem höchsten Gebäude in Chicago und natürlich auch viel zu Fuß unterwegs in den großen Shopping Meilen.

Nach vier Tagen Chicago hieß es dann: „See you United States of America and welcome back in Germany“!