Straßennamen als Hinweisschilder auf besondere Verdienste

Koordinatoren des Adolfinum erfreuen sich großer Anerkennung

Immer mehr Orte gehen dazu über, nicht nur an legendäre Persönlichkeiten zu erinnern, die längst das Zeitliche gesegnet hat. Lebende werden gewürdigt - Zeitgenossen, Mitmenschen, Nachbarn. Natürlich müssen schon gewisse Verdienste vorliegen, die es wegweisend zu achten und zu ehren gilt.

So zumindest lässt sich lesen, was Langenhagen denen bietet, die dem Flughafen den Rücken gekehrt haben und Richtung Autobahn fahren. In Liekwegen indessen, so sieht der Reiselustige, färben sich die Straßenschilder schneller ein, aber man erkennt doch noch, wem die Würdigung gilt, von der gleichnamigen Bushaltestelle gar nicht erst zu reden.

Statt auf unseren Kapitän hinzuweisen, der einst in Papenburg seine Jugend verbrachte, erinnert man in der Stadt der Kreuzfahrer mit dem "Spillmannsweg" an den dienstältesten Koordinator des Adolfinum. Und was finden wir dort? Natürlich die Ökologisch-historische Bildungsstätte (Foto: HP  der Einrichtung) mit allerlei Abenteuerspiel mit Bezug zur Welt der Physik: Jeder Blick in die Tiefe ein Wagnis! Jeder Schritt nach vorn ein Experiment! 

Die Koordinatorennamen veredeln auch die Register der Stadtpläne und Satellitenraster mit ihren Koordinaten, die Ehrenalleen sind im Netz zu finden und womöglich sogar schon mit Google Street View virtuell zu befahren. Da fragt man sich doch, wie lange die Schweizer ihren "Rütli", jenen Wallfahrtsort aller Freiheitsliebenden, noch so schreiben wollen, ganz ohne Verbeugung vor dem Vierten im Bunde der Koordinatorenrunde...

Volkmar Heuer-Strathmann