Kooperationspartner Polizei: Bustraining im 5. Jahrgang

"Eigentlich liegt die Lösung der Probleme in eurer Hand!"

Ein Bußgeld an der Bushaltestelle? Kaum vorstellbar in Deutschland. In China gibt es Städte, die sich nicht mehr anders zu helfen wissen. Swintha Buhrmester möchte nicht, dass es dazu kommt. Die Sache ist ja auch ganz einfach, so die bekannte Bückeburger Polizeibeamtin: "Eigentlich liegt die Lösung der Probleme in eurer Hand!"

Drängeln, Rempeln, Quetschen -  das mag niemand erleben und erleiden. Auf der Klageliste der Klasse 5.3 stand das Drängeln an der Haltestelle und beim Einsteigen ganz vorne. Die Enge im Bus sei ebenfalls manchmal unangenehm. Buhrmester stellt klar, dass man nicht im Fernbus zur Schule fährt: "So ein Gelenkbus zum Beispiel, der bietet Platz für 150 Personen." Stehende Schüler,  die sich an passender Stelle festhalten, also nicht an Nachbars Jacke, zählen nicht anders als glückliche  Sitzplatzbesitzer.

Einzelne Kinder aus der Klasse von Hans Fabian und Ines Wittig-Steuber fühlen sich "manchmal genervt von Leuten, die laut Musik hören im Bus". Die Frage, wie groß eine Tasche oder ein Rucksack höchstens sein sollte, ist - so Buhrmester - heikel, wenn es um die  Fahrt zur Schule geht oder um den Heimweg. Zurückhaltung scheint geboten beim Packen, Rücksicht ist wichtig beim Gang durch die Reihen. "Wer sehr spät zusteigt, kann vermutlich nicht mit einem Platz rechnen", ergänzt die Schulkontaktbeamtin. "Reservieren geht gar nicht", sagt ein Junge am Rande der Reihe.    

Beim kleinen Lehrgang in Sachen Buskunde saßen die Kinder bereits aufgereiht wie in einem Bus. Später ging es richtig zur Sache. Alle Kinder des Jahrgangs konnten während einer Busfahrt bei einer "Vollbremsung" erleben, was Trägheit bewirkt. Und gegen diese  Trägheit kann man (fast) nichts machen. Nicht erst hier wurde deutlich, wie verantwortungsvoll der Beruf des Schulbusfahrers ist. Seine nervliche Belastung zu vermindern, kann allen zu Gute kommen...

 

Volkmar Heuer-Strathmann