Janina Rüther ist die neue "Bundesfreiwilligendienstleistende"

Nach zwölf Schuljahren elf Monate Arbeit an fünf Fronten

Bibliothek, Sekretariat, Cafetaria, Ganztagsbereich und Spieleausgabe - an Abwechslung ist kein Mangel. Janina Rüther, die neue Bundesfreiwilligendiestleistende ("Bufdi") ist sich nur noch nicht ganz sicher, wer wo was zu sagen hat. Als Schülerin ("Abi 2016") hatte man andere Sorgen. Nun heißt es: Essen ausgeben, Spielgeräte verleihen, Bücher erfassen, Kartons entsorgen oder bei den Hausaufgaben helfen.

Ob sie die Tochter von Herrn Rüther sei, ist sie schon früher manchmal gefragt worden. Dass die Schüler "Frau Rüther" zu ihr sagen (sollen), sei noch ungewohnt, erzählt sie. Vielen jüngeren Schülern ist sie als eine der beiden Organisatorinnen des Talentwettbewerbs bekannt. Sie selbst kennt eher die Älteren persönlich - also den jetztigen Jahrgang 12. Der Schlüssel für das Lehrerzimmer weist sie eindeutig als Teil des Kollegiums aus, sie hat Schlüsselgewalt.

Die Arbeit macht Frau Rüther Freude, das ist sehr schnell zu bemerken. Und Freundlichkeit steckt an, das weiß man. "Wieder ein Glücksfall für unsere Schule!", könnte unsere Schule denken. Nach  elf Monaten möchte Janina Rüther gerne mehr Klarheit haben, was die Berufswahl anbelangt. Außer den Naturwissenschaften hält sie viel für möglich - "eigentlich alles, was im zwischenmenschlichen Bereich angesiedelt ist". Das Lehramt ist also auch nicht ausgeschlossen. Denn wir wissen ja von Hartmut von Hentig: "Lehrer unterrichten Schüler, nicht Fächer!"

Volkmar Heuer-Strathmann