Merle Homeier - deutsche Meisterin im Weitsprung (U18)

Im Jahr des Abiturs geht es auch um einen guten Absprung

Einen guten Absprung schaffen, das sagt man gemeinhin nicht, wenn es um das Abitur geht. Ein Lateiner wäre irritiert angesichts des Verbstammes. Für Merle Homeier sind Worte aus der Welt des Sports nicht nur beflügelnde Metaphern. Sie macht wirklich und wahrhaftig ganz große Sprünge. Ein "Riesensatz" ist für sie kein Wortungetüm, kein Sprachungeheuer aus der Feder  eines Literaten oder aus dem Munde eines Redners. Schon jetzt schreibt sie mit ihren Riesensätzen ein Stück Schaumburger Sportgeschichte.

So hat die Adolfinerin, die bislang für die LG Weserbergland startet, mit der Weite von 6,12 Meter in Mönchengladbach die deutsche Meisterschaft im Weitsprung in der Kategorie U18 errungen (Foto: Schaumburg-Lippische Landeszeitung). Jetzt aber, so ist der Lokalpresse zu entnehmen, soll etwas kürzer getreten werden. Die Hürde des Abiturs ist zu nehmen. Und angesichts des veränderten Halbjahresplans stehen die Hürden der Klausuren deutlich enger. Über die Höhe lässt sich vorab kaum etwas sagen. Aber der Roman "Ingrid Babendererde" von Uwe Johnson hat wenigstens endlich einmal Protagonisten zu bieten, die auch Sport treiben im Vorpommern der jungen DDR - Segelsport. Siegfried Lenz' Roman "Brot und Spiele" würde einer so ambitionierten Leichtathletin vielleicht noch mehr zusagen, nicht nur inhaltlich.

In den Tagen der Olympischen Spiele in Rio wird der Gedanke an eine eigene Teilnahme im Jahr 2020 oder 2014 sicher neue Nahrung bekommen. Nach dem bestandenen Abitur dürfte es viele Möglichkeiten geben, das eigene Potenzial zu nutzen. Erstmal Anlauf nehmen und dann viel Erfolg, auch beim schulischen Fünfkampf!

Volkmar Heuer-Strathmann