Feueralarm - Probe oder Ernstfall?

Dienstag, 2. Stunde. Gegen 9 Uhr stört ein dröhnener Warnton die konzentrierte Arbeitsatmosphäre vieler Klassen. Schüler blicken teils fragend, teils freudig grinsend auf. Sie wissen, was jetzt zu tun ist, haben sie es doch zu Beginn des Schuljahres aus jedem Unterrichts- und Fachraum geübt. Fenster schließen, Sachen im Raum lassen und auf geht's - am besten in Zweierreihen und zügig - den geübten Fluchtweg entlang aus dem Schulgebäude. 

Wer aufmerksam die Hygieneverordnung des Kultusministeriums zu Kenntnis genommen hat, dürfte stutzig geworden sein, da gemeinsame Evakuierungsübungen während der COVID-19-Pandemie grundsätzlich untersagt worden sind. 

Als Schulleitungsmitglieder in gelben Warnwesten den Weg zum Sammelplatz entlangeilen und kurze Zeit später Krankenwagen und Feuerwehr eintreffen, wird nicht nur den Lehrkräften bewusst: Das scheint keine Übung zu sein.

 

Während Einzelne schon um im Klassenraum zurückgelassene Handys bangen, erteilt Schulleitungsmitglied Olaf Mengeling kaum zehn Minuten später die Anweisung zur Rückkehr in den Klassenraum. Entwarnung. Auslöser des Alarms war, wie man später im Lehrerzimmer munkelte - wohl der Dampfgarer in der Caféteria.  

 

16.09.2020 (dub)