Crashkurs Bustraining – Polizistin Swintha Burmester schult FünftklässlerInnen

Die ersten Tage liegen hinter dem frisch eingeschulten, jüngsten Jahrgang am Adolfinum, Vieles ist noch neu. So für einige auch der Schulweg, die Anreise aus den umliegenden Orten mit dem Bus.

Am besten stemme ich mich - den Ranzen geschultert - mit dem gesamten Körpergewicht gegen den Vordermann, sobald der Bus seine Türen geöffnet hat, um möglichst zuerst im Bus zu sein, wo ich mir dann gemütlich überlegen kann, auf welchem Platz ich eigentlich sitzen will. Dann wird erstmal ausgiebig gefrühstückt, nebenbei werden die Hausaufgaben lautstark vom Mitschüler drei Reihen weiter vorn organisiert…

So natürlich nicht! An zahlreichen Beispielen veranschaulicht S. Burmester, Polizistin der Bückeburger Wache, den SchülerInnen mit einer angenehmen Mischung aus Ernst und Humor, wie man sich am besten vor und im Linienbus zu verhalten hat. Da geht es nicht nur um die Sicherheit von Mitfahrern und Busfahrer, sondern auch um die eigene: Wie stelle ich mich am besten hin, wenn ich einmal keinen Sitzplatz ergattert habe? Welcher Platz ist eigentlich der gefährlichste? Und was hat das Trinken während der Fahrt mit dem Verlust meiner Schneidezähne zu tun?

 

Die Trägheit der Masse kann in der Theorie nicht veranschaulicht werden, dafür überschlägt Burmester kurz, wieviel die Schultasche bei einer Vollbremsung etwa an Gewicht zulegt – also besser nicht auf dem Schoß lassen, sondern auf dem Boden stellen. An Festhalten ist im Falle des Falles nämlich nicht mehr zu denken. Wenig überraschend ist die Tatsache, dass das Einsteigen zügiger vonstattengeht, wenn alle sich anstellen, was auch zur Vermeidung von Verspätungen beiträgt – demonstriert wird das Negativbeispiel aus Sicherheitsgründen leider auch nicht mehr.

 

Insgesamt eine sinnvolle Erinnerung an höfliches und umsichtiges Verhalten im Bus, die durch das Praxistraining am Neumarktplatz sogleich eingeübt werden konnte.

02.09.2020 (dub)