Referendariat? Was ist eigentlich ein Referendar, was macht eigentlich eine Referendarin?

Das Kultusministerium liefert klare Vorgaben für die Lehrerausbildung

Wie alle Gymnasien in Schaumburg ist auch das Adolfinum Ausbildungsschule. Zum Einzugsbereich des zuständigen Studienseminars in Stadthagen gehören auch noch die IGS Schaumburg, das Gymnasium Stolzenau und das Hannah-Arendt-Gymnasium Barsinghausen.

Als Fachleiter vom Adolfinum ist Dr. Klaus Wloka tätig, und zwar in Chemie. Manchmal finden Fachseminarsitzungen auch in der Schule statt, wie hier zu sehen in den Fachräumen der Physiker, als Ulrich Fries noch am Adolfinum wirkte (heute: Ratsgymnasium Stadthagen).

Wie alle Ausbildungsseminare orientieren sich auch die Schaumburger Fachleiter und Fachleiterinnen an den Vorgaben aus dem Ministerium, die ein klares Bild vom Beruf der Lehrerinnen und Lehrer zeichnen:

"Lehrkräfte im Vorbereitungsdienst

- planen Unterricht fach-, sach- und schülergerecht sowie lernwirksam.

- führen Unterricht fach-, sach- und schülergerecht sowie lernwirksam durch.

- evaluieren und reflektieren Unterricht."

Weitere Hinweise zu den Themen "Erziehen", "Beurteilen, Beraten ...", "Mitwirken bei der Eigenverantwortlichkeit der Schule ..." und "Personale Kompetenzen" im Schulverwaltungsblatt 9/2010. Die weitestgehende Formulierung, die Routinebildung auf das rechte Maß begrenzt, lautet: "Sie zeigen die Bereitschaft zu lebenslangem eigenverantwortlichen Lernen." 

Die Hürden sind hoch, manches Wort wirkt geschraubt. Da die Ausbilder auch Lehrkräfte sind, also selbst in die Entwicklung der jeweiligen Schule einbezogen mit Tat und Rat, dürfte Vorbildlichkeit das beste Mittel sein, die Lehrkräfte im Vorbereitunsgdienst dazu zu befähigen, die Hürden zu nehmen und womöglich das zu entfalten und zu erhalten, was kein Erlass kennt, aber doch hoffentlich meint: die Freude am Leben und am Beruf, also auch am Berufsleben ...

Volkmar Heuer-Strathmann