Premiere in 407jähriger Schulgeschichte – Abiturentlassfeier in der Stadtkirche

„vielfältig, diskussionsfreudig, ehrgeizig“ - so stellt sich der Abiturjahrgang 2021 in einem Interview-Video vor. Die Interviewten betonen darin für ihre Zeit in der Oberstufe die Zwischenmenschlichkeit, erlebte Freude und Emotionen, entspannt und intensiv sei die Zeit gewesen, trotz Corona habe es dann doch irgendwie geklappt mit dem Abi. Ein Danke für zwei Jahre und die superleckeren Schnitzelbrötchen in der Cafeteria.

Schulleiterin Cornelia Kastning eröffnete die Veranstaltung, der neben dem stellv. Bürgermeister Peter Kohlmann auch die ehemalige Grundschullehrerin Frau Grafermann beiwohnten. „Coole Location“ habe Kastning im Vorfeld der Veranstaltung wahrgenommen, die erstmals in der 407jährigen Schulgeschichte in der Stadtkirche stattfinden konnte. Nicht ohne Verbindung - hatte doch einst Graf Ernst den Kirchbau in Auftrag gegeben und mit den eigentlich für den Turmbau erworbenen Steinen die erste Lateinschule errichten lassen. Ein Dank ging an die Herren Zapke und Heine für Ermöglichung und Organisation der Abschiedsfeier in diesem Rahmen.

„Niedersachsen und Udo Lindenberg werden 75“ - Kastning umriss ein ganz besonderes Jahr, geprägt von Inzidenzen, Regeln und Verzicht. Eine „Notbetreuung“ war auch für den 13. Jahrgang gewährleistet. Trotz alledem erreichten die AbiturientInnen großartige Leistung: Ein Gesamtschnitt von 2,33, 3x 1,0 sowie 32x eine eins vor dem Komma.

Kastnings Motto: „Mach dein Ding, auch wenn dein Ding nicht immer nur dein Ding ist.“ Bedeutend sei immer auch Kooperation. Toleranz sei eben nicht Gleichgültigkeit, Meinungsfreiheit nicht Recht auf eigene Fakten.

Peter Kohlmann überbrachte auch im Namen der Stadt Glückwünsche an einen „ganz besonderen Jahrgang“, der eine „wahre reife Leistung“ erbracht habe und unfreiwillig in die Annalen eingehen werde, habe er sich doch mehrfach neuen Spielregeln stellen müssen – „Hut ab!“ Seine Richtschnur fürs Leben: „Den Berg besteigen, um die Welt zu sehen, nicht um von anderen gesehen zu werden.“

 

Oberstufenleiter Olaf Mengeling führte durch den Abend, auch zur Freude der Abiturientinnen. Zur musikalischen Untermalung trugen Lucie-Marie Mehmeti am Flügel, der Mini-Chor mit „Let her go“ und der Lehrerchor mit „An guten Tagen“ sowie „Mach dein Ding“ bei.

 

SV-Lehrer Björn Riemer konnte gleich sieben SchülersprecherInnen dieses Jahrgangs auszeichnen: Agnesa Hoti, Roni Cheikhi, Louis Moses Postulart, Alexandra Walter, Nikita Schewtschenko, Lilian Viezens sowie Luca Keller.

 

Hervorrangende Prüfungsergebnisse in Musik und Kunst erreichten Hannah Klose sowie Lucie-Marie Mehmeti.

 

Für herausragende Leistungen in Naturwissenschaften sowie Mathematik erhielten Theresa Florian, Ayke Harmening, Marleen Kruse, Marleen Papenhausen, Marit Pasche, Rasmus Tippke, Finn von Harpe und Alexander Bode eine Auszeichnung.

 

Sehr gute Leistungen in Latein und ev. Religion erzielten: Malin Pilzecker, Luise Weitkemper, Carolina Guerra, Svenja Reinicke, Clemens Grubert, Jacqueline Jenz, Lucie-Marie Mehmeti und Marleen Papenhausen

 

In den Sprachen und Philosophie überzeugten Ayke Harmening, Marit Pasche, Katrin Knickrehm, Rasmus Tippke, Anna Schott sowie Jasmin Waltemathe mit hervorragenden Leistungen.

 

Steffen Behlau freute sich den Adolfiner-Preis für das beste Abiturzeugnis in diesem Jahr gleich dreimal vergeben zu dürfen: Ayke Harmening, Marleen Kruse sowie Rasmus Tippke mit der Traumnote 1,0. Den Preis für „Soziales Engagement“ erhielten Sarah Heine sowie Lilian Viezens.

Margreth Karnbach sicherte im Namen des Fördervereins eine Beteiligung an den geplanten Feierlichkeiten zu.

Die Überraschung des Abends war ein nach der Idee Anke Grades produzierter Kurzfilm mit dem Titel „Abistreich 2021 – in diesem Jahr mal etwas anders“, in dem bewässerte LehrerInnen die Hauptrolle spielen.

 

 

 

 

Den Abschluss einer gelungenen Feier bildeten „Goodbyes“ von Daniel Neufeld und Roni Cheikhi, eine Rede von Lasse Käber und Luci-Marie Mehmeti sowie Danksagungen der JahrgangssprecherInnen Luca Keller und Sarah Heine.